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Menschen im besten Alter
Wie Sie gut für sich sorgen

Die Gelenke schmerzen, der Bauch wird größer und auch die Verdauung ist nicht mehr das, was sie einmal war – wer älter wird, muss sich mit zahlreichen gesundheitlichen Problemen herumschlagen. Dennoch können Sie einiges dafür tun, damit Sie sich auch in Ihren besten Jahren wohlfühlen.
 
Ein heute 65jähriger Mann wird im Durchschnitt noch rund 17 Jahre leben, eine Frau im selben Alter sogar noch 20 Jahre.

Leider werden mit zunehmendem Alter aber auch die Folgen eines (zu) guten Lebens spürbar. Wer genussvoll und viel isst, sammelt über die Jahre hinweg Übergewicht an, und wer gerne ein Gläschen zu viel trinkt oder raucht, schädigt damit sein Herz. Auch das Risiko für viele chronische Erkrankungen, wie Rheuma, Osteoporose und die meisten Krebskrankheiten steigt mit zunehmendem Alter. Schäden an den Blutgefäßen führen zur koronaren Herzkrankheit (KHK) oder können die Ursache für einen Schlaganfall sein.

 

Arzneimittel lindern Beschwerden und bekämpfen Krankheiten

Gegen viele Beschwerden und Krankheiten gibt es wirksame Arzneimittel. Vielleicht brauchen Sie Mittel gegen den Bluthochdruck oder Tabletten, um Ihren Blutzuckerspiegel im Normbereich zu halten. Möglicherweise müssen Sie auch öfter Schmerzmittel einnehmen oder benötigen wie viele ältere Menschen regelmäßig mehrere Arzneimittel. Im Durchschnitt schlucken Personen über 70 Jahre fünf Tabletten am Tag.

 

Wir erstellen einen individuellen Medikationsplan

Wenn Sie unterschiedliche Arzneimittel benötigen, müssen Sie den Einsatz gut planen, damit diese sich in Ihren Wirkungen nicht gegenseitig beeinträchtigen oder im schlimmsten Fall sogar wirkungslos werden. Auch sind Nebenwirkungen bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte oft stärker als bei jüngeren, weil Wirkstoffe jetzt langsamer aufgenommen und ausgeschieden werden und sich im Körper anreichern.

Wir helfen Ihnen dabei, einen individuellen Medikationsplan zu erstellen und stimmen ihn gegebenenfalls mit Ihren Ärzten ab. Das kann zum Beispiel nach einem Klinikaufenthalt wichtig sein. Wir beraten Sie auch, wenn Sie zusätzliche, nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel benötigen, denn nicht jedes Präparat ist für ältere Menschen geeignet.

Zudem zeigen wir Ihnen, wie Sie Asthmasprays anwenden oder den Blutzucker richtig messen und helfen Ihnen, Blutdruck und Blutfettwerte zu kontrollieren. So können Sie den Erfolg Ihrer Therapie schnell und unkompliziert überprüfen.

 

Wann Vitamine und Mineralstoffe sinnvoll sind

Wir beraten Sie außerdem zur Einnahme von Vitaminen und Mikronährstoffen. Das kann bei manchen Krankheiten nötig sein. So verhindern Erkrankungen von Magen und Darm, dass der Körper alle Nährstoffe ausreichend aufnehmen kann. Auch wenn Sie nicht immer auf eine gesunde Ernährung achten können oder nur wenig essen, benötigen Sie zusätzlich Vitamine.

Außerdem erhöhen einige Arzneimittel den Vitaminbedarf. So können Mittel gegen zu viel Magensäure die Aufnahme von Vitamin B12 und Eisen stören. „Wassertabletten“ (Diuretika), die bei Bluthochdruck eingesetzt werden, spülen Vitamine und Mineralien aus dem Körper. Benötigen Sie regelmäßig Abführmittel, verlieren Sie die Mineralstoffe Magnesium, Kalium und Calcium sowie B-Vitamine.

B-Vitamine werden unter anderem im Energiestoffwechsel benötigt. Die Folgen eines Mangels sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Besonders problematisch ist oft die Versorgung mit Vitamin B12 (Cyanocobalamin), vor allem bei chronischen Entzündungen der Magenschleimhaut (Gastritis).

 

Ergänzen Sie das „Sonnenvitamin“ D

Meistens ist auch die zusätzliche Einnahme des „Sonnenvitamins“ D sinnvoll. Vitamin D sorgt für die Knochengesundheit, stärkt die Immunabwehr und schützt vor einigen Krebsarten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes.

Das Vitamin wird zwar unter Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet, aber mit zunehmendem Alter lässt diese Fähigkeit nach, und vielleicht kommen Sie auch nicht mehr genügend lange an die Sonne. Das Vitamin wird auch mit der Nahrung aufgenommen, beispielsweise mit Lebensmitteln wie Hering, Lachs, Milch und Eiern. Oft reicht das aber nicht aus.